
Das Café
Ein Fenster, sechs Tische und eine Siebträgermaschine.

Wie es anfing
Zuerst war da diese Fensterbank.
Zuerst war da diese Fensterbank. Breit, aus alter Eiche, mit Blick auf die Straße. Der Laden dahinter stand leer, als wir ihn angeschaut haben, und wir wussten nach zehn Minuten, wo der erste Tisch hinkommt.
Heute sitzen dort morgens die Leute aus dem Haus, mittags die aus den Büros an der Ecke und nachmittags alle anderen. Die Plätze an der Fensterbank kann man nicht reservieren. Wer zuerst kommt, sitzt in der Sonne.
Was uns wichtig ist
Kaffee, Backen, für alle.
Kaffee
Bohnen von einer kleinen Rösterei aus Niedersachsen. Der Espresso bleibt, im Filter wechselt die Sorte alle sechs Wochen. Wer fragt, bekommt die Geschichte zur Bohne gleich mit.
Backen
Kuchen kommt jeden Morgen aus dem eigenen Ofen. Brot und Brötchen holen wir beim Bäcker um die Ecke, frisch, zweimal am Tag.
Für alle
Ebenerdiger Eingang, Hunde willkommen, Karte und Handy zum Bezahlen. Die Toilette liegt im Untergeschoss, nur über eine Treppe erreichbar; das sagen wir lieber vorher.
Am Tresen arbeiten fünf Leute, die meisten schon seit dem ersten Jahr. Wer nach einer Ausbildung als Barista fragt, ist bei uns richtig. Offene Stellen
Ein Tag am Fenster
Von halb acht bis zum letzten Espresso.

07:45
Der erste Espresso steht auf der Fensterbank, bevor wir aufschließen.

09:30
Croissant-Sandwich mit Rührei. Das Rad vor dem Fenster gehört dem Bäcker.

12:30
Mittags wird es eng. Unter den Tischen auch.

15:30
Kuchenzeit. Der Zitronenkuchen ist meistens um vier weg.

17:30
Der letzte Espresso. Draußen gehen die Laternen an.